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Das lange Jetzt

‚Das Lange Jetzt’ ist eine Rauminstallation aus Klang, Licht, Tönen und Projektionen von Fabian Reimann und Phillip Schulze in der romanischen Kirche in Obergrunstedt bei Weimar. ‚Das Lange Jetzt’ ist eine Auseinandersetzung mit dem Kirchenraum und der Wahrnehmung von Zeit unter den Gesichtspunkten von Diesseits und Ewigkeit.

Die Grundlagen der sinnes- und raumübergreifenden Arbeit beschreiben Fabian Reimann und Phillip Schulze so: Der Anspruch eines Kirchenraums ist transzendierend. Außergewöhnlich war für Jahrhunderte das inszenierte Erlebnis von Musik und Licht in der Kirche. Sie war Ort großer Inszenierungen und Rituale. Dem Einzelnen wurde hier physisch die Dimensionen des eignen Daseins versinnbildlicht. Die Existenz des Einzelnen ist gering gegenüber den Vorstellungen von Ewigkeit, die die Kirchentradition schreibt. ‚Das Lange Jetzt’ wird in zwei Phasen präsentiert. Eine erste Phase findet 2017 statt. Die zweite Phase ist für die Dauer von einem Jahr angelegt.

Der einzelne Besucher kann mitnichten die komplette Zeit vor Ort verweilen. Damit schafft das Kunstwerk eine Metapher für die Unmöglichkeit, Ewigkeit trotz aller Erkenntnis zu begreifen. In der ersten Version von ‚Das Lange Jetzt’ werden Klänge aus dem Gebäude durch Körperschalllautsprecher heraus moduliert, während Projektionen von Atomen und fernen Planeten den Blick auf die kleinsten und größten Ausblicke unserer Welt lenken.

‚Das Lange Jetzt’ entsteht im Rahmen von ‚STADTLAND:Kirche. Querdenker für Thüringen 2017’, einem Kooperationsprojekt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und der Internationalen Bauausstellung Thüringen, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes sowie das EU-Programm LEADER und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Niedergrunstedt und der Gemeinde Obergrunstedt.

Öffnungszeiten: täglich von 14.00 bis 18.00 Uhr

Eröffnung:

  1. August | 14.00 Uhr

Kirche Obergrunstedt / Im Oberdorf / 99428 Obergrunstedt / Gemeinde Nohra / Deutschland

Mehr dazu: https://www.ekmd.de/presse/pressemitteilungen/archivpressestelleerfurt/36931.html